Die ersten Tage auf See – 14. April bis 17. April 2016


Am Donnerstag, 14. April um 11:30 verliess die „Eye“ den Hafen von Horta. Der Kurs führte zwischen den Inseln Pico und São Jorge Richtung Osten……..

Karte des Kursverlaufes von Faial entlang Pico & São Jorge

….vorbei an den zwei prominenten Felsen am nordwestlichen Ende der Insel Pico, dem „Liegenden“ und dem„Stehenden“.

Fahrt entlang der Azoren-Insel Pico mit den vorgelagerten Felsen, dem "Stehenden" & dem "Liegenden"

Es herrschte praktisch Windstille. Daher konnten die Segel der „Eye“ nicht gesetzt werden. Unter Motor lief sie entlang der Insel São Jorge. Eine intensive Dünung liess das Schiff ziemlich stark rollen.

14.04.16 - Auf Kurs entlang der Azoren Insel Pico


Vor uns, an der Küste Pico’s, dräute eine Schauer-Front. Glücklicherweise blieb sie stationär, sodass wir ohne Regen durchkamen.

14.04.16 - Fahrt entlang der Azoren-Insel Pico - Squall


Abendstimmung: Blick zurück auf die Inseln Pico und São Jorge.


Der erste Tag auf See neigte sich seinem Ende zu. Die Abendwache hatte die Verantwortung über die Fahrt der „Eye“ übernommen und geleitete sie sicher durch die Nacht.

14.04.16-Auf See - Steuerstand der "Eye of the Wind" beim Einnachten

Eine Wache dauerte vier Stunden, die von jeweils drei Crewmitgliedern bestritten wurde. Auf diese vier Stunden folgten acht Stunden Ruhezeit (oder Pikett – je nachdem, ob Segelmanöver anstanden). Als Gäste stand es uns frei, eine volle Wache mitzumachen oder aber nur sporadisch auf Deck zu sein und Hand anzulegen oder nur die Seefahrt zu geniessen.


Am nächsten Tag (15. April) herrschte herrliches, aber leider immer noch windstilles Wetter.

Nach wie vor brachte eine starke Dünung die „Eye“ zum Rollen, da unser Kurs parallel zu den Wellen verlief. Eine gewöhnungsbedürftige Angelegenheit. Glücklicherweise blieb ich von der Seekrankheit verschont (auch ohne Pillen). Eine kurze Videosequenz vermittelt den entsprechenden Eindruck.

15.04.16 -Eye of the Wind unter Motor bei windstillem, aber schönem Wetter


Zeit, sich langsam mit den unzähligen Tauen vertraut zu machen. Es brauchte aber einige Segelmanöver, bis man zumindest einen vagen Eindruck bekam, welche Leine welche Wirkung zeitigte und man das Gefühl los wurde, als Laie eher im Weg zu stehen, als eine echte Hilfe zu sein.

16. April: In voller Fahrt in der Weite des Atlantiks – ein eindrückliches Erlebnis!

f the Wind in voller Fahrt
15.04.16 - Eye of the Wind unterwegs in stiller See


Eindrückliche Abendstimmungen hinterliessen bleibenden Eindruck.


Am 17. April liessen die Wetterberichte auf Wind hoffen. Erste Vorbereitungen wurden getroffen, Segel zu setzen.

Gegen Abend frischte es auf. Da uns der aktuelle Kurs auf der ungünstigen Seite ein Tiefdruckgebiet anfahren liess, bereitete man sich auf stürmischen Wind aus Nordost (also genau aus der Gegenrichtung) und starken Wellengang vor. Sicherheitsnetze wurden aufgespannt, eine Sicherheitsleine um das Deck angebracht und Sicherheitsgurten verteilt. Eine stürmische (interessante) Nacht war demzufolge zu erwarten…..