Am Donnerstag, 14. April um 11:30 verliess die „Eye“ den Hafen von Horta. Der Kurs führte zwischen den Inseln Pico und São Jorge Richtung Osten……..

….vorbei an den zwei prominenten Felsen am nordwestlichen Ende der Insel Pico, dem „Liegenden“ und dem„Stehenden“.

Es herrschte praktisch Windstille. Daher konnten die Segel der „Eye“ nicht gesetzt werden. Unter Motor lief sie entlang der Insel São Jorge. Eine intensive Dünung liess das Schiff ziemlich stark rollen.

Vor uns, an der Küste Pico’s, dräute eine Schauer-Front. Glücklicherweise blieb sie stationär, sodass wir ohne Regen durchkamen.


Abendstimmung: Blick zurück auf die Inseln Pico und São Jorge.

Der erste Tag auf See neigte sich seinem Ende zu. Die Abendwache hatte die Verantwortung über die Fahrt der „Eye“ übernommen und geleitete sie sicher durch die Nacht.

Eine Wache dauerte vier Stunden, die von jeweils drei Crewmitgliedern bestritten wurde. Auf diese vier Stunden folgten acht Stunden Ruhezeit (oder Pikett – je nachdem, ob Segelmanöver anstanden). Als Gäste stand es uns frei, eine volle Wache mitzumachen oder aber nur sporadisch auf Deck zu sein und Hand anzulegen oder nur die Seefahrt zu geniessen.
Am nächsten Tag (15. April) herrschte herrliches, aber leider immer noch windstilles Wetter.
Nach wie vor brachte eine starke Dünung die „Eye“ zum Rollen, da unser Kurs parallel zu den Wellen verlief. Eine gewöhnungsbedürftige Angelegenheit. Glücklicherweise blieb ich von der Seekrankheit verschont (auch ohne Pillen). Eine kurze Videosequenz vermittelt den entsprechenden Eindruck.

Zeit, sich langsam mit den unzähligen Tauen vertraut zu machen. Es brauchte aber einige Segelmanöver, bis man zumindest einen vagen Eindruck bekam, welche Leine welche Wirkung zeitigte und man das Gefühl los wurde, als Laie eher im Weg zu stehen, als eine echte Hilfe zu sein.
16. April: In voller Fahrt in der Weite des Atlantiks – ein eindrückliches Erlebnis!


Eindrückliche Abendstimmungen hinterliessen bleibenden Eindruck.
Am 17. April liessen die Wetterberichte auf Wind hoffen. Erste Vorbereitungen wurden getroffen, Segel zu setzen.
Gegen Abend frischte es auf. Da uns der aktuelle Kurs auf der ungünstigen Seite ein Tiefdruckgebiet anfahren liess, bereitete man sich auf stürmischen Wind aus Nordost (also genau aus der Gegenrichtung) und starken Wellengang vor. Sicherheitsnetze wurden aufgespannt, eine Sicherheitsleine um das Deck angebracht und Sicherheitsgurten verteilt. Eine stürmische (interessante) Nacht war demzufolge zu erwarten…..















