Der elfte Seetag durch die Biscaya und entlang der französischen Küste zeichnete sich durch herrliches Wetter und eine absolut – für die Biscaya eher ungewöhnlich – ruhige See aus. Der vorletzte Tag auf unserer Überfahrt von den Azoren nach Jersey ging mit einer eindrücklichen Abendstimmung zu Ende.
Der nächste Tag begann regnerisch und unfreundlich. Wir näherten uns der Küste Jerseys bei heftigem Wind und aufgewühlten Meer.
Positiv war einzig, dass wir unter diesen Bedingungen während der Nacht noch einmal die Segel setzen und nun unser Etappenziel unter Segeln anfahren konnten.
An der südwestlichen Landzunge von Jersey tauchte der Leuchtturm von Corbière auf.
Nachdem die „Eye“ Normont Point umrundete, klarte das Wetter auf und die letzten Meilen konnten bei Sonnenschein zurückgelegt werden.
Taue und Fender für das Anlegemanöver wurden vorbereitet und die Segel eingeholt.
Vor uns die Hafeneinfahrt von St. Helier, dem Hauptort der Insel Jersey, mit dem vorgelagerten Elizabeth Castle, einer eindrücklichen Trutzburg.
Kurz nach 13:00 Uhr, am 25. April 2016, lief die „Eye“ in den Hafen von St. Helier ein.
Eine Stunde später war sie vertäut am Pier.
Nach zwölf Tagen auf See und exakt 1’463 zurückgelegten Seemeilen (2’710 km) hat die die „Eye of the Wind“ ihre zweite Atlantik-Etappe gut beendet!

Glücklicherweise wurde der „Eye“ ein schwimmender Ponton zugeteilt. St. Helier verzeichnet mit mehr als 10 Metern einen überaus grossen Tidenhub. In einem anderen Hafenbecken wäre es unumgänglich gewesen, das Schiff ständig zu überwachen und die Vertäuung dem jeweiligen Wasserstand anzupassen.
Die Differenz zwischen Ebbe und Flut beeindruckte!!
























