Bericht Nummer 354 - 25. Mai 2016 | Drucken |  E-Mail

Segeltörn mit der „Eye of the Wind“ - 11

Von Makato via die Azoren nach Hamburg & zurück nach Makato – 07. April bis 08. Mai 2016

 

Bordleben

 

Alles in allem dauerte die Überfahrt von den Azoren nach Jersey 12 Tage. Immer wieder werde ich gefragt, ob bei so vielen Tagen auf See nicht etwa Langeweile aufgekommen sei. Besonders hier in den Philippinen scheint es, dass man sich nur schwer vorstellen kann, dass eine solche Reise voller Faszination ist, die Tage ausgefüllt sind und die Zeit nur so verflogen ist.

 

Als Passagiere und freiwillige Mitsegler hatten wir die Gelegenheit, die „Eye“ zu steuern. Dies stellte anfänglich eine gewisse Herausforderung dar und unter vollen Segeln konnte es mitunter in recht harte Arbeit „ausarten“……Wink

 

160421-25-segeltoern-azoren--z-bordleben_001

 

160421-25-segeltoern-azoren--z-bordleben_002

 

Bei Segelmanövern war schweisstreibende Mitarbeit angesagt.

 

160421-25-segeltoern-azoren--z-bordleben_003

 

160421-25-segeltoern-azoren--z-bordleben_004

 

Während der Überfahrt wurde auf das modernen GPS verzichtet und nach traditioneller Methode mit dem Sextanten und dem Log navigiert – sehr interessant auch für die mitfahrenden Passagiere.

 

160421-25-segeltoern-azoren--z-bordleben_005

 

160421-25-segeltoern-azoren--z-bordleben_006

 

Es gab die Gelegenheit, selber Einblick und Erklärungen zu erhalten und mit dem Sextanten eine Winkelfixierung vorzunehmen.

 

160421-25-segeltoern-azoren--z-bordleben_007

 

160421-25-segeltoern-azoren--z-bordleben_008

 

Im Kartenraum konnte man sich davon überzeugen, dass die „Eye“ mit allen modernen Instrumenten ausgerüstet ist, um eine sichere Fahrt zu gewährleisten.

 

160421-25-segeltoern-azoren--z-bordleben_009

 

160421-25-segeltoern-azoren--z-bordleben_010

 

Ein Blick auf die Positionsangabe bestätigte, dass die Abweichung zwischen der traditionellen Navigation und dem GPS nur unbedeutend war.

 

160421-25-segeltoern-azoren--z-bordleben_011

 

Besichtigung des Maschinenraums: Egineers John's Stolz. Neben dem grossen Diesel, zwei Generatoren, einer Wasseraufbereitungs-Anlage und verschiedenen Pumpen stellen sowohl eine Heizung als auch ein Airconditioner sicher, dass in der Galley und in den Kabinen angenehme Temperaturen herrschen. Letzterer war während unserem Törn absolut nicht gefragt, war es doch eher kühl bis kalt.

 

160421-25-segeltoern-azoren--z-bordleben_013

 

160421-25-segeltoern-azoren--z-bordleben_012

 

Meist war man sowohl tagsüber und manchmal auch während der Nacht auf der Brücke und konnte sich entweder mit den wachhabenden Crewmitgliedern oder den Mitpassagieren über Gott und die Welt (und das Segeln) unterhalten. Manch ausgiebige Diskussion hätte Lösungsansätze für (fast) alle Probleme dieser Welt ergeben, aber eben nur fast……..Wink

 

160421-25-segeltoern-azoren--z-bordleben_014

 

160421-25-segeltoern-azoren--z-bordleben_014a

 

Beim Fischen blieb es beim Versuch. Wohl zogen wir während fast des ganzen Törns eine Leine mit – der Erfolg blieb jedoch aus und der Fisch, der zum Essen aufgetischt wurde, kam aus dem Tiefkühler.

 

160421-25-segeltoern-azoren--z-bordleben_015

 

Es war aber auch gut möglich, die Seefahrt einfach zu geniessen und sich in eine interessante Lektüre zu vertiefen.

 

160421-25-segeltrn-azoren--z-bordleben_016

 

Die Seefahrt macht offensichtlich hungrig. Amaya, unsere Köchin aus Spanien, wusste sowohl die Passagiere als auch die Crew mit ausgezeichnetem Essen zu verwöhnen. Ihre mit viel Liebe zubereiten Gerichte mit mediterranem Touch fanden grossen Zuspruch und viel Lob.

 

160421-25-segeltoern-azoren--z-bordleben_017

 

160421-25-segeltoern-azoren--z-bordleben_018

Foto ex HP "Eye of the Wind".

 

Jeden Tag wurde überdies frisches, schmackhaftes Brot gebacken. Das mundete allen dermassen gut, dass es ganz sicher nie alt wurde.

 

160421-25-segeltoern-azoren--z-bordleben_019

 

Nach dem Mittagessen nahm sich Skipper Richard jeweils die Zeit, um den Gästen anhand der Seekarte aufzuzeigen, welche Distanzen zurück gelegt wurden. Die Wetterkarten, welche von verschiedenen Wetterstationen per Fax übermittelt wurden, bildeten die Basis für die Strategie, wie sich die Weiterfahrt gestaltete.

 

160421-25-segeltoern-azoren--z-bordleben_020

 

Kurz: Jeder Tag brachte neue, interessante Situationen – es gab viel zu Sehen und zu erleben, sodass die 12 Tage auf See überaus kurzweilig waren.

 

Zu den Berichten:

 

--> "EYE of the WIND" - 12:      View fron the Top & vom Bugspriet

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

 

--> Segeltörn April/Mai 2016:    Ankündigung der Reise vor Abflug

 

--> "EYE of the WIND"  1:         Anreise zu den Azoren

 

--> "EYE of the WIND"  2:         Flug nach Horta

 

--> "EYE of the WIND"  3:         Horta und Umgebung

 

--> "EYE of the WIND"  4:         Faial - Tour um die Insel

 

--> "EYE of the WIND"  5:         Horta - Walbeobachtung

 

--> "EYE of the WIND"  6:         Horta - Hafen und Einschiffung

 

--> "EYE of the WIND"  7:         Die "Eye" läuft aus

 

--> "EYE of the WIND"  8:         Erste Tage auf See

 

--> "EYE of the WIND"  9:         Bewegte See

 

--> "EYE of the WIND" 10:        Unter vollen Segeln

 

--> "EYE of the WIND" 13:        Ankunft in Jersey

 

--> "EYE of the WIND" 14:        St. Helier & Jersey

 

--> "EYE of the WIND" 15:        Jersey - Bremerhaven

 

--> "EYE of the WIND" 16:        Zur Elbemündung

 

--> "EYE of the WIND" 17:        Ankunft in Hamburg