Bericht Nummer 252 - 01. März 2014 | Drucken |  E-Mail

 

"Operation Yuhum“ - „Operation Lächeln“ / Schweizer Soforthilfe an der Ostküste der Insel Panay

 

Der Super-Typhoon „Haiyan“ traf nicht nur mit aller Wucht auf die Küste von Tacloban, sondern richtete auch im Nordosten unserer Insel Panay enorme Schäden an.

 

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Google Maps

 

Vor allem sind die Fischer betroffen. Viele ihrer Boote entlang der Küste sind zerstört worden. Somit verloren sie die Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

 

Die heftigen Sturmwinde haben aber auch viele Dächer von Schulhäusern – nicht nur entlang der Küste - abgedeckt und so den Schulunterricht zum Erliegen gebracht. Eigentlich sollten die Schulhäuser auch als Notunterkünfte für obdachlos gewordenen Familien dienen. Da sie selber stark beschädigt sind, konnten und können sie diesem Zweck nicht dienen.

 

Panay hat bis jetzt herzlich wenig an Hilfe erhalten. Die offiziellen Kanäle der Regierungsorganisationen scheinen schwergewichtig in Ankündigungen zu bestehen und die vielen Hilfswerke konzentrieren sich verständlicherweise auf jene Regionen in Tacloban und Leyte, die viel stärker betroffen sind.

 

Grund genug für unsere Freude in Iloilo, Markus und Eva Dünneisen, mit ihrer „Operation Yuhum“ Soforthilfe zu organisieren. Schon kurz nach der Katastrophe spannte „Yuhum“ mit einem Lokalradio zusammen und konnte dank bereits vorhandenen Spenden aus der Schweiz mithelfen, als umgehende Soforthilfe Lebensmittel etc. zu stiften und zu verteilen. So konnte 750 Kilo Reis sowie 600 Fleisch- und Fischkonserven, 200 Portionen Nudeln, 200 Stück Seife und 600 Sachets mit Waschmittel verteilt werden.

 

Inzwischen kamen durch Freunde und Bekannte in der Schweiz, nicht zuletzt auch durch Benefiz-Konzerte, welche durch die Tochter der Dünneisens in der Schweiz organisiert wurden, stattliche Spendenbeiträge zusammen (Anfangs Februar 2014: rund CHF 27'000.--). Diese wurden durch Projektbeiträge der A.L.P.S., der Aid Line Philippine Swiss, einer von Schweizer Geschäftsleuten in Manila ins Leben gerufene Hilfsorganisation, aufgestockt. Weitere rund CHF 37'500.-- (Peso 1'8 Millionen) konnten so für langfristige und nachhaltige Projekte entlang der Ostküste Panays gezielt eingesetzt werden.

 

Mit diesem Geld wurde bis jetzt die folgende Unterstützung geleistet:

 

--> Reparatur der Barangay Hacienda Conchita Elementary School in San Dionisio

 

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--> Reparatur der Barangay Asluman Elementary School, Isla Gigantes Norte

 

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--> Ersatz von fünf Häusern von betroffenen Wittwen in San Dionisio

 

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--> Ersatz und Reparatur eines vom Sturm weggefegten Zimmers in Pilar

 

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--> Spenden für den Wiederaufbau von zwei zerstörten „Native Houses“ in Pilar

 

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--> Ersatz von sieben Fischerbooten in Barangay Suha, San Dionisio

 

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--> Ersatz von sieben Fischer-Booten in Barangay Asluman, Isla Gigantes Norte

 

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--> Maschinen und Werkzeuge für die Produktion von Brettern und Holzkohle in San Dionisio

 

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Die Unterstützung wird in enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der betroffenen Barangays ausgerichtet. Die korrekte Verwendung des Geldes wird duch die Dünneisens persönlich kontrolliert.

 

Im Zuge einer Inspektionstour durch die betroffenen Gebiete konnten wir uns persönlich davon überzeugen, dass die Gelder sinnvoll eingesetzt werden, zumal bis jetzt praktisch keine Direkthilfe weder vom Staat noch von den Hilfswerken diese Gegend erreicht hat. Als Illustration soll ein Zelt dienen, das die UNICEF für Schulen gestiftet hat, damit der Schulbetrieb trotz zerstörter Infrastruktur aufrecht erhalten werden kann. Dieses Zelt erreichte die Isla Gigantes Norte erst kürzlich, drei Monate nach dem verheerenden Typhoon!!

 

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Auf der Insel Gigantes Norte haben rund 80% der Fischer ihre Boote verloren. Wir durften der Verlosung von fünf Ersatz-Boote beiwohnen. Diese wurden durch Spendengelder der "Operation Yuhum" finanziert und lokal produziert.

 

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Die Fischer werden die Boote für den Fang von Kalmaren verwendet. Diese werden mit Reusen gefangen.

 

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Die Boote werden komplett mit Motor und genügend Netzen ausgeliefert, sodass die Fischer ihre Reusen fabrizieren und sofort wieder auf Fang gehen können.

 

Jeder Begünstigte muss einen Vertrag unterschreiben, der festhält, dass die Banca während fünf Jahren weder verkauft noch verpfändet werden darf. Wenn sie für illegale Zwecke verwendet wird (z.B. Fischen mit Dynamit) wir die Banca eingezogen und einem anderen Begünstigten zugeilt. Dass die Bedingungen eingehalten werden, wird von einer lokalen Vertrauensperson überwacht.

 

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Eine solche, voll ausgerüstete Banca, wird von lokalen Bootsbauern produziert und kostet, komplett ausgerüstet rund CHF 500.--. Es versteht sich, dass mit diesen Aufträgen auch das lokale Gewerbe Arbeit erhält und damit wieder einen Verdienst hat. Es wird also in zweifacher Hinsicht geholfen.

 

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Markus und Eva Dünneisen arbeiten vollumfänglich ehrenamtlich. Sie stehen in Kontakt mit lokalen Vertrauenspersonen (keine Politiker) und kontrollieren den Einsatz der Mittel persönlich. Markus gibt gerne weitere Auskünfte via e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. .

 

Kontoangaben für allfällige Spenden – Bedarf für weitere Boote ist nach wie vor vorhanden  Smile

 

Jeder Beitrag, ob gross oder klein, ist hoch willkommen:

 

Basler Kantonalbank, 4002 Basel

Konto 16 5.455.6597.0 lautend auf Markus Dünneisen PRO.ILO

IBAN: CH47 0077 0016 5455 6597 0

 

Dadurch, dass nicht einfach Spendengelder verteilt werden, sondern das lokale Gewerbe Aufträge erhält, deren Abwicklung genauestens kontrolliert und konkrete, nachhaltige Hilfe geleistet wird, ist die „Operation Yuhum“ wärmstens zu empfehlen.