Private Homepage von Bing und Juerg Weber
Bericht Nummer 14 - 22. Januar 2010 | Drucken |  E-Mail

Elektro-Reparatur à la “Philippinaise”

 

Zwei Faktoren haben dazu beigetragen, dass uns die Stromversorgung einige Sorge bereitete.

 

Zum einen ist es in den Philippinen üblich, Stromkabel zu verbinden, indem sie nur zusammgedreht und mit Isolierband geschützt werden Dies selbst bei der Hauptzuleitung zu unserem Haus.

 

Zum anderen bläst seit anfangs Oktober der Amihan (Nordostmonsun) recht stark.

 

Das hatte zur Folge, dass sich die Verbindung der Hauptzuleitung durch die steten Windböen gelöst hat, mit dem Resultat, dass der Strom sehr stark schwankte und danach zeitweise ganz ausfiel, obwohl wir nicht einen der berüchtigten “Brownouts” hatten.

 

Glücklicherweise ist der Barrio-Elektriker jeweils rasch zu Stelle. Schon morgens um 07:00 rückte er an, stellte die Diagnose und ging stracks an die Hauptleitung (unter Strom!!) und verdrahtete die Zuleitung neu (uns standen die Haare zu Berg) - aber fünf Minuten später war das elektrische Problem gelöst (pourvu que ça dure).

 

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Bericht Nummer 13 - 17.01.2010 | Drucken |  E-Mail

Verregnetes Ati-Atihan Festival in Kalibo/Wetterglück in Makato

 

Jedes dritte Wochenende im Januar findet sowohl in Makato als auch in Kalibo das traditionelle Ati-Atihan Festival zu Ehren des Schutzpatrons dieser beiden Gemeinden, des Santo Niño, statt.

 

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Schon Monate zuvor wurde mit den Vorbereitungen dieses grossen Anlasses begonnen, über die Reisfelder hörte man die Trommler ihren “Beat” üben und eine Vielzahl von Gruppen (Stämmen) bereiteten ihre pittoresken und farbenfrohen Kostüme vor.

 

Der Ursprung des Festes liegt im 13 Jahrhundert. Offensichtlich erreichten 10 Datus (Häuptlinge) aus Borneo auf ihrer Flucht des dortigen Herrschers im Jahr 1212 die Insel Panay und erhielten – nach langwierigen Verhandlungen mit den Ureinwohnern, den Atis, das Siedlungsrecht auf der Insel. Dieser Pakt wurde mit einem grossen Fest, dem Ati-Atihan, besiegelt. Nach der Kolonisierung der Philippinen durch die Spanier wurde das Fest “christianisiert”, indem es fortan dem Schutzpatron Santo Niño gewidmet wurde.

 

Während dreier Tage finden Umzüge und Prozessionen statt. Die verschiedenen Truppen (Stämme) stellen sich einem Wettbewerb – die besten Kostüme und originellsten Tänze werden prämiert.

 

Während das grosse Fest in Kalibo buchstäblich ins Wasser fiel – am Samstag regnete es leider ununterbrochen, hatten die Organisatoren in Makato mehr Glück, da dort Sto. Niño bereits einige Tage früher abgehalten wurde. Die nachfolgenden Bilder geben einen guten Eindruck über das farbige, eindrückliche Geschehen.

 

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Bericht Nummer 12 - 05.01.2010 | Drucken |  E-Mail

Bakhawan Eco-Park

 

Eine Sehenswürdigkeit Kalibos ist der Bakhawan Eco-Park. Eine Fläche von rund 120 Hektaren wurde mit Brackwasserpflanzen und Mangroven aufgeforstet. Ein Bambussteg erlaubt es, dieses Gebiet zu durchstreifen. Normalerweise bleibt einem ein solcher Mangrovensumpf verborgen, ist doch das Wurzelgewirr praktisch undurchdringlich.

 

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Bambus-Steg durch das Mangroven Dickicht

 

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Brücke über einen Arm des Kalibo Rivers

 

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Kleine Austern-Sammler

 

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Wurzelgeflecht

 

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Aufforstung

 

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Auch im Trüben lässt sichs FischenSmile

 

 
Bericht Nummer 11 - 29.12.2009 | Drucken |  E-Mail

Das Rätsel um den Namen “Tirol” ist geklärt

 

Da Bing mütterlicherseits zum Tirol-Clan gehört und eine Freundin, auch mit einem Schweizer verheiratet, ebenfalls, hat es uns seit Langem Wunder genommen, woher wohl der Name Tirol in den Philippinen stammen mag.

 

In der Gegend von Kalibo, ganz speziell in der Gemeinde Tangalan und auch auf der Touristeninsel Boracay ist der Name Tirol ein Begriff. Interessiert man sich für ein Stück Land, muss man damit rechnen, dass es jemandem aus dem Tirol-Clan gehört. In Tangalan gibt es gar eine Strasse mit dem Namen Tirol.

 

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Anlässlich eines Ausfluges zur pittoresken Jawili-Beach, rund 15km von Cayangwan entfernt, trafen wir – wie hätte es anders sein können – auf einen Tirol, Besitzer des Beach Resorts “Devora”. Wie hier so üblich, wird nach der ersten Kontaktnahme sofort nach den verwandtschaftlichen Beziehungen gefragt. So dauerte es nur wenige Minuten, bis der Stammbaum des Tirol-Clans zur Sprache kam. In einem zerlesenen Erinnerungsbuch über ein Clan-Treffen vor einigen Jahren wurden wir fündig.

 

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Offensichtlich wurde der Begründer des Clans, ein gewisser Gabriel Ureta während der spanischen Kolonialzeit von einem Kolonialbeamten gezwungen, ihn trockenen Fusses durch den Tangalan-Fluss zu tragen. In der Mitte des Flüsschens liess Gabriel den Spanier ins Wasser fallen und brachte so sein Missfallen über die spanische Kolonialherrschaft zum Ausdruck. Sich der drastischen Konsequenzen bewusst, die ein solches Handeln nach sich ziehen würde, floh er des Landes. Seine Flucht brachte ihn nach Europa, wo es ihn bis ins Tirol, nach Innsbruck, verschlug. Er blieb einige Zeit dort und war von der Schönheit der Gegend, insbesondere der Berge, dermassen angetan, dass er nach seiner Rückkehr in die Philippinen – und nicht zuletzt, um von der spanischen Polizei sicher zu sein – seinen Namen in Tirol änderte. Zurück in Tangalan heiratete er und begründete mit seinen fünf Söhnen und seiner Tochter Filipa (Bing's Ur-Grossmutter) den Triol-Clan, dessen Nachfahren heute sowohl in den Philippinen als auch in den USA und Kanada erfolgreiche Berufsleute stellen, unter anderem Ärzte, Anwälte und Richter.

 
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